Heimkehr 10 June 2019

Nach 750 Tagen erreichen wir die Grenze zu Deutschland. Nie hätte ich geglaubt, dass mich der Anblick einer Flagge zum Weinen bringen könnte. Tagelang stiere ich auf die Kennzeichen vorbeifahrender Autos, sauge alle Schrift der Straßenwerbung auf, um mich immer wieder zu versichern, dass wir wirklich zurück sind. So sehr wir das Reisen lieben, so sehr vermissen wir unsere Familien, unsere … weiterlesen.

NEWS 2019 Blog Heimkehr

Nach 750 Tagen erreichen wir die Grenze zu Deutschland. Nie hätte ich geglaubt, dass mich der Anblick einer Flagge zum Weinen bringen könnte. Tagelang stiere ich auf die Kennzeichen vorbeifahrender Autos, sauge alle Schrift der Straßenwerbung auf, um mich immer wieder zu versichern, dass wir wirklich zurück sind. So sehr wir das Reisen lieben, so sehr vermissen wir unsere Familien, unsere … weiterlesen.

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Reisebericht Marokko 16 April 2019

Mit der Fähre setzen wir nach Marokko über – und fühlen uns, es klingt verrückt, sofort heimelig. Die Menschen winken, rufen „Bienvenue!“, „Salam alaikum!“, überall ein Daumen hoch, Autos hupen uns willkommen, Abgase vernebeln die Sinne. Es ist fast so, als kämen wir nach zwei Jahren wieder an. In Iran, in Zentralasien, zurückgebeamt an den Beginn der Reise. Ein junger Autowäscher spendiert Trinkwasser und fragt nach unserer Herkunft. „Allemagne.“ Seine erste Reaktion … weiterlesen.

NEWS 2019 Blog Marokko

Mit der Fähre setzen wir nach Marokko über – und fühlen uns, es klingt verrückt, sofort heimelig. Die Menschen winken, rufen „Bienvenue!“, „Salam alaikum!“, überall ein Daumen hoch, Autos hupen uns willkommen, Abgase vernebeln die Sinne. Es ist fast so, als kämen wir nach zwei Jahren wieder an. In Iran, in Zentralasien, zurückgebeamt an den Beginn der Reise. Ein junger Autowäscher spendiert Trinkwasser und fragt nach unserer Herkunft. „Allemagne.“ Seine erste Reaktion … weiterlesen.

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Reisebericht Südpatagonien & Feuerland 19 March 2019

An den meisten Tagen fühlen wir uns wie in einem Windtunnel für Formel-1-Boliden. Obwohl wir die Fahrtrichtung nicht dem Zufall überlassen und überwiegend mit den vorherrschenden Winden fahren, bleiben immer noch genügend Abschnitte, uns die tollwütigen Sturmböen um die Ohren klatschen zu lassen. Einmal pusten sie mich vom Rad, ich lande auf der Gegenfahrbahn. Daniel wirft es beim Wandern mitsamt Rucksack ins Gebüsch. Jeder Gegenstand muss stets und ständig an den Rädern festgebunden werden, um nicht in Afrika zu landen. Der Wind ist so stark, dass der Kaffee aus den Bechern … weiterlesen.

NEWS 2019 Blog Südpatagonien

An den meisten Tagen fühlen wir uns wie in einem Windtunnel für Formel-1-Boliden. Obwohl wir die Fahrtrichtung nicht dem Zufall überlassen und überwiegend mit den vorherrschenden Winden fahren, bleiben immer noch genügend Abschnitte, uns die tollwütigen Sturmböen um die Ohren klatschen zu lassen. Einmal pusten sie mich vom Rad, ich lande auf der Gegenfahrbahn. Daniel wirft es beim Wandern mitsamt Rucksack ins Gebüsch. Jeder Gegenstand muss stets und ständig an den Rädern festgebunden werden, um nicht in Afrika zu landen. Der Wind ist so stark, dass der Kaffee aus den Bechern … weiterlesen.

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Reisebericht Nordpatagonien 01 January 2019

Viel haben wir gesehen in den vergangenen 20 Monaten, doch die Carretera Austral setzt allem noch ein landschaftliches Sahnehäubchen auf. Die Straße windet sich durch immergrünen Regenwald und offene Steppen, folgt Fjorden und Flüssen, passiert Vulkane und Gletscher, findet ihren Weg durch scheinbar unpassierbares Terrain. Nun, im Frühsommer, schmeckt die Luft nach Ginster, scheint die Welt parfümiert von blühenden Lupinen. Jeder Kilometer im Rausch … weiterlesen.

NEWS 2018 Blog Nordpatagonien

Viel haben wir gesehen in den vergangenen 20 Monaten, doch die Carretera Austral setzt allem noch ein landschaftliches Sahnehäubchen auf. Die Straße windet sich durch immergrünen Regenwald und offene Steppen, folgt Fjorden und Flüssen, passiert Vulkane und Gletscher, findet ihren Weg durch scheinbar unpassierbares Terrain. Nun, im Frühsommer, schmeckt die Luft nach Ginster, scheint die Welt parfümiert von blühenden Lupinen. Jeder Kilometer im Rausch … weiterlesen.

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Reisebericht Bolivien & Nordargentinien 29 November 2018

„Die bekloppteste Piste der Welt“, das wäre mal ein Weltkulturerbe der Unesco! Den Preis gewinnt die „Straße“ entlang der Salinas Grandes. Knöcheltiefer Schotter, Sand, fußballgroße Felsen und ein Wellblech, dass die Bandscheiben aus den Fächern springen. Auf gerader Ebene rattern wir mit fünf Kilometer in einer Stunde, knapp hundert liegen noch vor uns. Mit Karacho trete ich gegen die Radtaschen, will meine Wut herauspfeffern. Daniel verflucht – wortwörtlich zähneknirschend – die sandbeladenen Gegenwinde. Völlig entnervt beschließen wir, die Andenrunde abzubrechen.
Just in diesem Moment hält ein Kleinbus und heraus purzeln lauter Sympathikusse. Nicht, dass wir die schweizer und deutschen Touristen persönlich kennen würden – doch jeder hält eine andere prickelnde Gabe in der Hand: der erste eine Gallone Wasser, die zweite Cola, die dritte Chips und der vierte eisgekühltes Bier … weiterlesen.

NEWS 2018 Blog Bolivien Nordargentinien

„Die bekloppteste Piste der Welt“, das wäre mal ein Weltkulturerbe der Unesco! Den Preis gewinnt die „Straße“ entlang der Salinas Grandes. Knöcheltiefer Schotter, Sand, fußballgroße Felsen und ein Wellblech, dass die Bandscheiben aus den Fächern springen. Auf gerader Ebene rattern wir mit fünf Kilometer in einer Stunde, knapp hundert liegen noch vor uns. Mit Karacho trete ich gegen die Radtaschen, will meine Wut herauspfeffern. Daniel verflucht – wortwörtlich zähneknirschend – die sandbeladenen Gegenwinde. Völlig entnervt beschließen wir, die Andenrunde abzubrechen.
Just in diesem Moment hält ein Kleinbus und heraus purzeln lauter Sympathikusse. Nicht, dass wir die schweizer und deutschen Touristen persönlich kennen würden – doch jeder hält eine andere prickelnde Gabe in der Hand: der erste eine Gallone Wasser, die zweite Cola, die dritte Chips und der vierte eisgekühltes Bier … weiterlesen.

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Reisebericht Atacama & Altiplano 10 November 2018

„Da wart ihr doch schon?“, erinnert sich eine Bekannte, als wir von unserem Plan berichten, die sogenannte „Lagunenroute“ zu fahren. Recht hat sie, allerdings sind wir 2014 in geführter Tour im Sechsmann-Touristenjeep durchgepeitscht. Diesen Augenschmaus wollen wir noch einmal auf dem Rad erfahren. Das Rahmenprogramm klingt so verlockend wie abschreckend: Die Strecke führt von der Atacamawüste ganz im Norden Chiles hoch in das Altiplano Boliviens entlang unzähliger Lagunen und Vulkane zum Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Erde. Dazwischen liegen 440 Kilometer Sand- und Schotterpiste, Geröllfelder, Vulkan- und Salzwüste. Viele namenlose Pässe führen bis in knapp 5.000 m Höhe. Sauerstoff, Wasser und … weiterlesen.

NEWS 2018 Blog Atacama & Altiplano

„Da wart ihr doch schon?“, erinnert sich eine Bekannte, als wir von unserem Plan berichten, die sogenannte „Lagunenroute“ zu fahren. Recht hat sie, allerdings sind wir 2014 in geführter Tour im Sechsmann-Touristenjeep durchgepeitscht. Diesen Augenschmaus wollen wir noch einmal auf dem Rad erfahren. Das Rahmenprogramm klingt so verlockend wie abschreckend: Die Strecke führt von der Atacamawüste ganz im Norden Chiles hoch in das Altiplano Boliviens entlang unzähliger Lagunen und Vulkane zum Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Erde. Dazwischen liegen 440 Kilometer Sand- und Schotterpiste, Geröllfelder, Vulkan- und Salzwüste. Viele namenlose Pässe führen bis in knapp 5.000 m Höhe. Sauerstoff, Wasser und … weiterlesen.

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Reisebericht USA – Kalifornien II17 October 2018

Auch der weltberühmte Yosemite-Nationalpark bleibt aufgrund der dicken Luft wochenlang geschlossen, einmalig in dessen Geschichte, und so weichen wir zu den Vulkanen des Lassen-Nationalpark aus. Daniel checkt sämtliche Qualmprognosen täglich, mehrfach, stündlich, in aufgeregter Erwartung. In 2.500 m Höhe sind die Schwaden dünn genug, um Anfang August die Lightshow des Jahres zu bewundern: den Perseiden-Schauer. Bis zu hundert Meteoriten pro Stunde jagen über das Firmament, explodieren mit feurigem Schweif, der noch Sekunden nachglüht. Wir liegen im Schlafsack unter freiem Himmel, von Mitternacht bis zum Morgengrauen, und … weiterlesen.

NEWS 2018 Blog USA - Kalifornien II

Auch der weltberühmte Yosemite-Nationalpark bleibt aufgrund der dicken Luft wochenlang geschlossen, einmalig in dessen Geschichte, und so weichen wir zu den Vulkanen des Lassen-Nationalpark aus. Daniel checkt sämtliche Qualmprognosen täglich, mehrfach, stündlich, in aufgeregter Erwartung. In 2.500 m Höhe sind die Schwaden dünn genug, um Anfang August die Lightshow des Jahres zu bewundern: den Perseiden-Schauer. Bis zu hundert Meteoriten pro Stunde jagen über das Firmament, explodieren mit feurigem Schweif, der noch Sekunden nachglüht. Wir liegen im Schlafsack unter freiem Himmel, von Mitternacht bis zum Morgengrauen, und … weiterlesen.

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Reisebericht USA – Washington & Oregon23 September 2018

Eigentlich wollten wir nach Alaska. Doch der Westen der USA umgarnt uns mit landschaftlichen Reizen, die radlerfreundlich dicht beieinander liegen. Deshalb setzen wir mit der Fähre von Vancouver Island nach Washington über. Im letzten Eck des “immergrünen” Bundesstaates trotzt eine Halbinsel den immerfeuchten Strömen der Westwindzone: die Olympic Peninsula. Aus ihrer Mitte ragt widerspenstig der Mount Olympus empor, ein über zwei Kilometer hoher, vergletscherter Regenfänger. Bis zu 6.000 mm Wasser fallen hier jährlich vom Himmel, in Leipzig sind es 500. Landregen, Starkregen, Nieselregen und Sprühregen tränken die Vegetation (und uns), es tropft, trieft, dampft und nebelt überall. Moose hüllen die knorrigen Baumstämme in ein wattiges Gewand, herab hängen meterlange Flechten, hinauf wachsen Epiphyten und Misteln, darunter … weiterlesen.

NEWS 2018 Blog USA - Washington & Oregon

Eigentlich wollten wir nach Alaska. Doch der Westen der USA umgarnt uns mit landschaftlichen Reizen, die radlerfreundlich dicht beieinander liegen. Deshalb setzen wir mit der Fähre von Vancouver Island nach Washington über. Im letzten Eck des “immergrünen” Bundesstaates trotzt eine Halbinsel den immerfeuchten Strömen der Westwindzone: die Olympic Peninsula. Aus ihrer Mitte ragt widerspenstig der Mount Olympus empor, ein über zwei Kilometer hoher, vergletscherter Regenfänger. Bis zu 6.000 mm Wasser fallen hier jährlich vom Himmel, in Leipzig sind es 500. Landregen, Starkregen, Nieselregen und Sprühregen tränken die Vegetation (und uns), es tropft, trieft, dampft und nebelt überall. Moose hüllen die knorrigen Baumstämme in ein wattiges Gewand, herab hängen meterlange Flechten, hinauf wachsen Epiphyten und Misteln, darunter … weiterlesen.

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